1964 |
Die Söhne der Großen Bärin
Roman (in einem Band). Erstausgabe:
Altberliner Verlag Lucie Groszer Berlin; 1. Auflage 1951:
1.-15. Tsd.; 520 Seiten, 21x15 cm, Einband &
Schutzumschlag: Kurt Riedel, Vorsatzgestaltung: Herbert
Prüget, Gesamtherstellung: VEB Leipziger Druckhaus
Inhaltliche Gliederung:
Teil 1 - Zwei Welten im Kampf
Teil 2 - Die Unterlegenen
Teil 3 - Der neue Weg
Schlusswort (S. 497f)
Geschichtliche Bemerkungen (S. 499-516)
Verzeichnis von Stammesnamen und Personen (S. 517-519)
Vergleiche unten die Trilogie sowie die 6-bändige
Ausgabe Die Söhne der großen Bärin (1962/63)
rechts Leinenrücken
Die Söhne der großen Bärin
(1951), Auflage 1956:
131.-165. Tsd.; Gesamtherstellung dieser
Ausgabe:
Artia Prag
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Der Steinknabe
Nach einem Märchen der Dakota-Indianer frei erzählt
Erstausgabe: Altberliner Verlag
Berlin 1953, 22 Seiten, 4°, Buchschmuck von Eberhard
Baumann
Die schöne Hiladih steht am
Ufer und weint. Da rollen ihr die Wellen einen
Kieselstein vor die Füße. Als sie ihn an ihr
Herz drückt, wird der Stein lebendig. Doch ihre
Liebe zu dem "Steinknaben" bringt ihr
und den Tieren der Prärie nur Elend und Leid.
Ein schönes altes Märchen der Indianer, dessen
Weisheit auch für die Gegenwart gilt.
Umschlagtext des rechts abgebildeten
Heftcovers
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Der Steinknabe
Umschlaggestaltung der Ausgabe des Altberliner
Verlags 1982, 3. Auflage 1987, durchgehend farbig
illustriert von Dieter Müller.
Untertitel: Nach einem indianischen Märchen.
32 S. geheftet, nicht paginiert, 20x14 cm |
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Der Bergführer
Erzählung, Erstausgabe: Mitteldeutscher
Verlag Halle 1954, 120 S., 13x18 cm, mit vier
Illustrationen und einer Einbandgrafik von Ingo Kirchner.
2. Auflage 1955
Zum Inhalt
Südtirol 1950. Karl Unteregger, ein junger
angesehener Bergführer in den Dolomiten, hat wieder
einmal den Auftrag angenommen, einen Touristen aus der
Großstadt in die alpine Bergwelt zu führen. Er weiß,
dass die Touristen glauben, mit der Bezahlung der Tour
eine Dienstleistung ganz nach ihren Launen erwarten zu dürfen.
Die Gefahren der Witterung interessieren sie nicht, die
Bedrohungen der Bergwelt begreifen sie nur als
Nervenkitzel und Abenteuer, über das sie zuhause
berichten wollen. Alles Risiko glauben sie mit dem Obulus
auf den Führer überantwortet.
Unteregger ist auf die Einkünfte
angewiesen, wenn er für seine Familie das Häuschen
in der Nähe seines Heimatdorfes anzahlen will,
das der Besitzer nur zu einem Wucherpreis
verkauft. Trotz des stürmigen Wetters führt
Unteregger den Touristen, einen Berliner, auf die
Berge. Wenn er auch den schweren Mann wie einen
Mehlsack über den glatten Felsen nach oben
hieven muss, - die Tour von der Delagokante aus
über die Vajolettürme gelingt. Der Berliner heißt
Fritz Ordemann, er ist ein vermögender
Postinspektor, der keinerlei Widerspruch gewohnt
ist. Er sieht in der Bergtour nur eine Etappe in
seinem Reiseprogramm zum Gardasee, wo er schon
Hotelbetten reservieren ließ. Bis zur Hütte am
Fuß des Berges hat ihn Lotte, seine Verlobte,
ein zehn Jahre jüngeres Berliner Arbeitermädchen
begleitet. Von ihr erwartet Ordemann vor allem
Pflichtbewusstsein und Unterordnung. Lotte, von
der Mutter in Erwartung einer guten Partie in das
Verhältnis mit Ordemann gedrängt, bewunderte
bislang sein so selbstsicheres Auftreten. Hier in
der Welt der Berge aber spürt sie zum ersten Mal
die moralische Dürftigkeit von Ordemann.
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Illustration von Ingo Kirchner aus Der Bergführer
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Die Bergbewohner dagegen sind zwar vom Fremdenverkehr abhängig,
suchen aber stets ihren Stolz gegenüber den Fremden zu
bewahren. Wortkarg erfüllen sie die Wünsche der
Fremden, auch wenn die Witterungsverhältnisse solche Wünsche
eigentlich verbieten. Immer mehr fühlt sich Lotte
instinktiv zu diesen Menschen hingezogen - und von Ordemann
abgestoßen. Ihr wird bewusst, wie sehr sie ihr junges
Leben an ihn verkauft hat.
In der Grasleitenhütte, wo Untereggers Frau als Köchin
arbeitet und mit dem Kind wohnt, treffen am Abend nach
der Tour Ordemann und Lotte wieder auf Unteregger. Von
dort aus will Ordemann am nächsten Tag den
Grasleitenturm - den Hausgipfel der Hütte - besteigen.
Trotz der Lebensgefahr, die der rapide Temperaturwechsel
und der gefallene Schnee der letzten Nacht mit sich
brachten, lässt sich Unteregger von Ordemann noch einmal
anheuern. Die vereisten Griffmulden zwingen sie aber an
einem Felsüberhang zur Umkehr. Auf dem Abstieg kann der
Führer zwar Ordemann am Seil nach unten lassen, als er
sich aber selbst abseilen will, gibt wie befürchtet ein
lockerer Haken nach und Unteregger stürzt zehn Meter in
die Tiefe. Zwar kann er sich noch bis zur Hütte
schleppen, verblutet jedoch an seinen inneren Wunden in
den Armen der Frauen.
Ordemann plagen keine Schuldgefühle. "Der
Leichtsinn, den losen Haken zu benutzen, war ja auch
geradezu strafbar", plärrt er lauthals. "Sei
still", sagt Lotte sehr leise und schaut "ihren
Herrn", der auch der Herr des Karl Unteregger
gewesen war, feindselig und zwingend an. "Du hast
ihn ja ermordet." "Was habe ich ... du bist
wohl nicht mehr ganz bei Sinnen. Geh sofort hinauf aufs
Zimmer und wasch dich erst mal. Du siehst aus wie ein
Schlächter! Dass du dich nicht ekelst, das Blut
anzufassen!" "Ich ekle mich vor dir, Fritz
Ordemann! Der Schlächter bist du ... ihr seid die Schlächter",
schreit Lotte laut auf. Ordemann starrte das kleine Mädchen
an. "Ihr ... was heißt Ihr ...?"
Hier kulminiert die Erzählung in die das Buch beschließende
Botschaft der Autorin: Weil nicht nur unterschiedliche
Verhaltensweisen, sondern ganze Welten Lotte von Ordemann
trennen ("... ihr seid die Schlächter"), müssen
die Verhältnisse dieser Spaltung überwunden werden. sen
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Jan und
Jutta
Roman, Erstausgabe: Verlag Tribüne
Berlin 1954
593 Seiten, 20,5x14 cm.
Im Mitteldeutschen Verlag Halle erlebte das Werk
(seit 1963) allein bis zum Tod der Autorin 21
Auflagen. |
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Schutzumschlag einer
der (zahlreichen) im Verlag Tribüne Berlin ab
1954 edierten Ausgaben von Jan und Jutta
Umschlaggestaltung von Rudolf Grapentin |
Zum Inhalt
Die Autorin zeichnet die Schicksale zweier
Menschen nach, die sich durch ihre Herkunft, Bildung und
ihren bisherigen Lebensweg stark unterscheiden. Jan Möller
wird als Sohn von aus Ostpreußen eingewanderten Eltern
in der Marsch geboren. Er wächst in bittere Armut und
harte Arbeit hinein; mit 10 Jahren hütet er Kühe, mit
14 wird er Knecht. Schließlich nimmt er eine
Zimmererlehre auf. Als Geselle lernt er sich zu wehren,
und so tritt er nach den Jahren seiner Wanderschaft erst
der SPD, dann der KPD bei. 1933 wird er zu Stade in
"Schutzhaft" genommen und nimmt nach der
Freilassung eine äußerst intensive illegale politische
Arbeit in B. auf. Im August 1934 wird er deshalb abermals
verhaftet. Zuchthausjahre in Celle, Gefängnismonate in
Hannover und schließlich das KZ Sachsenhausen folgen. 10
Jahre hinter Gittern und Stacheldraht.

Jutta und Jan:
Liselotte Welskopf-Henrich
und ihr Mann Rudolf Welskopf
in einer Aufnahme um 1978 |
Dr. Jutta
Hartung dagegen wuchs behütet in bürgerlichen
Verhältnissen in Berlin auf. In der Nazizeit ist
sie in einer Wirtschaftsbehörde angestellt. Ihr
Wissen, ihre Beobachtungsgabe, ihre
Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft bringen sie
zum Handeln. Sie hilft heimlich einem jüdischen
Ehepaar. Als das Paar dann für immer von den
Nazis abgeholt wird, empfindet sie eine große
Schuld an dem Schicksal dieser beiden alten
Menschen. Eines Tages beobachtet sie, wie in
einem benachbarten Haus KZ-Häftlinge unter SS-Bewachung
arbeiten. Auch Jan ist unter den Häftlingen. Die
SS-Leute mit Zigaretten bestechend bringt sie den
Häftlingen nun alle paar Tage Essen. Nach
Fertigstellung der Bauarbeiten lässt Jan, der
schon lange einen Kontakt nach außen sucht, der
unbekannten Helferin einen Brief zukommen.
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Es gelingt Jutta, das Lager Jans und
der von ihr versorgten Häftlinge in Berlin-Lichterfelde
ausfindig zu machen. Es ist ein Außenlager des KZ
Sachsenhausen. Einige der Häftlinge, unter ihnen Jan, müssen
tagsüber in den Zehlendorfer Spinnstoffwerken arbeiten.
Jutta kann mittels eines Kantinenbetreibers der
Spinnstoffwerke die alten Kontakte wiederherzustellen.
Obwohl Jutta eben mit ihrer Mutter und Tante ausgebombt
wurde, schickt sie regelmäßig von verschiedenen Postämtern
(um keinen Verdacht zu erregen) Lebensmittelpakete an
einzelne Häftlinge und beginnt einen regen
Briefaustausch mit Jan. Damit führen schließlich die
von der Autorin verfolgten Lebenswege der beiden
Hauptfiguren zusammen. Jutta ist von der festen Haltung
Jans tief beeindruckt. Sie hat Philosophie studiert, Jan
ist Kommunist. Beide haben viele Fragen: sie zu seinen Überzeugungen,
er zu den Verhältnissen draußen. Indem Jan, der selbst
nie eine politische Schulung erfahren hat, Jutta mehr
Wissen über gesellschaftliche Zusammenhänge vermitteln
will, muss er sich dieses selbst erst aneignen. In diesem
Gedankenaustausch kommen sich die beiden Menschen mit der
so unterschiedlichen Herkunft und Bildung immer näher.
Schließlich verhilft Jutta ihm zur Flucht. Und er kann
unter falschem Namen bei ihr untertauchen. Jutta gibt ihn
als arbeitsverpflichteten Zimmermann aus, der der Ruine
des Miethauses, worin Jutta einst gewohnt hatte, zu ein
Behelfsdach verhelfen soll. Mit Juttas Kusine und deren
Freundin im Bunde beginnen sie, illegale Flugblätter zu
drucken und in Berlin zu verteilen. Noch müssen sie in
vielen Situationen Todesängste ausstehen, bevor sie im
Mai 1945 germeinsam den Tag der Befreiung erleben.
Der Roman schildert wirklichkeitsnah die Erlebnisse der
Autorin sowie die ihres späteren Mannes Rudolf. Jutta
ist Liselotte Henrich, Jan ist Rudolf Welskopf.
sen
Nachbemerkung in der 21. Auflage
1979 des Mitteldeutschen Verlags Halle von G.N. (= Gerd Noglik):
"Befragt über die Entstehungsgeschichte des
vorliegenden Buches, antwortet Liselotte Welskopf-Henrich:
Die vielfache Ermunterung ihrer Freunde hat sie
veranlasst, dieses Stück Leben aufzuzeichnen. Und sie fährt
fort: 'Anders als in allen meinen anderen Romanen und Erzählungen
fühlte ich mich hier zu chronistischer Treue
bei der Darstellung des Geschehens und Erlebens
verpflichtet; ich wollte unseren jungen Menschen wie ein
Historiker berichten, was vor sich gegangen ist und wie
die Menschen gehandelt, gedacht und gesprochen haben.
Schon die Vorarbeiten waren daher besonderer Art. Sie
bestanden zum großen Teil in der Fühlungnahme
mit Männern, die sich selten und nur in herber,
ja schroffer Art aussprachen. Sicher hat dieser Stil
meine vorliegende Arbeit beeinflusst. Das künstlerische
Problem für mich lag darin, die unmittelbare konkrete, in
keinem Zug veränderte oder erweiterte Realität
in die Form zu bringen, die der Roman seiner Natur nach
setzt. (...) Das vorliegende Buch unterscheidet sich
dadurch von allen meinen anderen literarischen Arbeiten,
den vorhergehenden wie den nachfolgenden. (...)'
Wo historisch konkrete
Situationen dargestellt werden und - wie hier -
sogar im wörtlichen Sinne mit Straße und
Hausnummer lokal fixiert werden, begibt sich der
Autor in den Prüfstand jener Personen, die die
geschilderten Vorgänge miterlebt haben. Ohne
dass Liselotte Welskopf-Henrich davon wusste,
fand sich Jahre nach dem Erscheinen ihres Buches
ein Chronist, der Gestalten und Geschehen des
Romans für die Öffentlichkeit belegte: Hans
Grundig.
Jan und Jutta
Schutzumschlag der 22. Auflage 1989,
gestaltet von Peter Hartmann
Mitteldeutscher Verlag Halle
mit Illustrationen von Hans-Joachim
Triebsch |
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Dieser tapfere Mensch und empfindsame Maler war ein KZ-Genosse
des 'Jan'. In seinem Erinnerungsbuch 'Zwischen Karneval
und Aschermittwoch' (...) schreibt Hans Grundig:
'Mit dem Zimmermann stand ich auf dem Dach des
neuerbauten Kasinos. Er war Genosse und einer jener
klarsichtigen, zuverlässigen Menschen, um die man uns
beneidete. Mittelgroß, kräftig, mit einem Gesicht, das
mich in seiner Besonnenheit und Ruhe immer an einen
Indianerhäuptling erinnerte. Mit seinen schmalen,
dunklen Augen, mit den gerade darüber gespannten, fast
zusammenstoßenden Augenbrauen glich er einem Inka,
dessen Wort viel im Stamme gilt. Es galt auch viel bei
uns, obwohl er sparsam mit Worten umging. Zehn Jahre Haft
hatten diesen Revolutionär nicht brechen können. In dem
Lager Lichterfelde war er einer der führenden Genossen.
... Sogar nach außen knüpften wir unsere Verbindungen.
Oft des Abends saßen er, der dem Inka glich, Toni und
ich zusammen, um kleine Schriften zu verfassen. Wir
schrieben einer Frau, die wir hoch verehrten, die wir
liebten, ohne sie persönlich zu kennen. Sie verhalf uns
zu wichtigen Medikamenten und Lebensmitteln. Mit
Feuereifer holten wir alle Wissensschätze heran, um ihr
die Schönheit, die Menschlichkeit des Sozialismus in
vollem Glanze zu zeigen. Ihr, der Frau, die ihr Leben für
uns wagte; denn um sie wäre es geschehen gewesen, hätte
der SS-Sicherheitsdienst nur den leisesten Verdacht
gehabt. Doch in der sich täglich ändernden Situation
unterließen wir es nicht, der unbekannten Frau zu
schreiben. ... Überraschenderweise erklärte der
Zimmermann Toni und mir, dass er fliehen wolle. Alles sei
abgesprochen. Die Genossen billigten die Flucht, und er
verschwand spurlos im großen Berlin. ...' (...) Die
Tatsache (...), dass sie in der Wirklichkeit, von der sie
hier erzählt, gemeinsam mit dem Arbeiter "Jan",
von seiner Überzeugungskraft gepackt, Schritt um Schritt
bis zum vollem Wagnis ihr Leben eingesetzt hat, beweist
ihre menschliche Größe."
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Drei
Wassertropfen -
Eine wunderbare Weltreise
Erzählt nach Liselotte Welskopf-Henrich /
Mit Bildern von Charlotte Braasch
Erstausgabe: Altberliner
Verlag Lucie Groszer
Berlin 1954
36 Seiten, farbiger Pappeinband 24x17 cm.
Für Kinder ab 8 Jahre.
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Eine
der ganzseitigen 9 Farbtafeln
aus Drei Wassertropfen gemalt
von Charlotte Braasch
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Hans und Anna
Einband
gestaltet von Karl Fischer
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Hans und Anna -
Die drei Geschichten von Allezusammen
Erstausgabe: Kinderbuchverlag
Berlin 1954, 91 Seiten, farbiger Pappeinband, 21x15 cm, Einband und 8
s-w-Zeichnungen im Text von Karl
Fischer.
Das für Kinder von 9 Jahren an bestimmte Buch enthält außer Hans und Anna die
Geschichten August Haase und die beiden Swinegel und
Die Bösen werden besiegt
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Zwei Freunde
Roman, 3 Bände, Erstausgabe:
Verlag Tribüne Berlin 1956
Band 1 - Zwei Freunde
604 S.
Band 2 - Die Wege trennen sich 388 S.
Band 3 - Das Wiedersehen 514 S.
Zweitauflage der Trilogie: 1957.
Aus der Verlagswerbung zur 3-bändigen Ausgabe (nachlesbar
in Jan und Jutta, 3.Aufl. 1957, S. 596):
"Dieser großangelegte
Roman in drei Teilen, der früher unter dem Titel Das
Büro angekündigt wurde, spiegelt ein Stück
deutsche Kulturgeschichte von 1928 bis 1945 wider. Seine
Hauptgestalten sind zwei Freunde aus Akademiker- und
Offizierskreisen, begabt, charakterlich gut veranlagt;
die spannende und konfliktreiche Handlung, die
psychologischen Probleme ergeben sich aus der 'Charaktermaske',
die den beiden Menschen durch ihre Erziehung und
Klassenzugehörigkeit aufgedrückt wird. Die Autorin
erfasst mit scharfer Kritik, mit menschlichem Gefühl und
Humor die Welt des Bürokratismus und der Intrigen, alle
die Menschen, die in sie hineingepresst wurden. Der Roman
ist das Hohelied einer Freundschaft."
Erstmals 1963 erschien die überarbeitete und in 2 Bände
zusammengefasste
Ausgabe im Mitteldeutschen Verlag Halle/ Saale:
Zwei Freunde
Roman, bearbeitete Ausgabe in 2 Bänden,
Mitteldeutscher Verlag Halle 1963. Die Bände tragen
zuweilen folgende Untertitel:
Band 1 - Ein Anfang und das Ende 582 S.
(3. Auflage 1967)
Band 2 - Das Ende und ein Anfang
712 S. (3. Auflage 1967)
Zum Inhalt
Ein junger Mann kommt in die große Stadt. Er
glaubt, erfahren zu sein, und ist doch unerfahren. Büro
und Theater, möbliertes Zimmer, Weinstube und Ballsaal,
Klub und Reitstall, das elegante Haus und das Haus der
Verarmten werden Schauplatz seines Erlebens. Er wird
eingefangen von dem Reiz einer Frau und seiner
Leidenschaft, angezogen von dem kulturellen Leben der
Stadt, von jugendlichem Ehrgeiz erfüllt. Männer, Frauen
und Mädchen, Beamte und Intellektuelle, ehemalige
Offiziere, Vorgesetzte, Kollegen, Intriganten und Spießer
umgeben den jungen Assessor und ziehen ihn in das
Gespinst der Gesellschaft in der Weimarer Republik. Aber
sein Gefühl und sein natürlicher Mut lehnen sich allmählich
auf gegen das Geschehen, dessen Zeuge er werden muss.
Die Freundschaft mit seinem Vorgesetzten Grevenhagen
bedeutet für ihn einen großen menschlichen Wert, bleibt
aber nicht ohne Widersprüche und Gefahren. Wichmann und
Grevenhagen, Sachkenner und pflichtbewusste Beamte in
internationalen Verhandlungen werden von Karriererücksichten
geblendet und sind von der Illusion persönlicher Unabhängigkeit
eingefangen. Die Hintergründe der Ereignisse, das Spiel
der Machtgruppen von Großgrundbesitzern und
Industriellen, die kalte Berechnung ihrer Exponenten
beginnt Wichmann zwar zu spüren, kann aber nicht den
Platz finden, von dem aus er ihnen wirklichen Widerstand
leisten könnte. Als in Deutschland die geschichtlichen
Ereignisse die persönliche Entscheidung jedes einzelnen
verlangen, trennen sich die Wege der beiden Freunde. Zum
ersten Mal lernt Wichmann Brutalität, Hilflosigkeit,
Widerstandswillen in ihrer Unmittelbarkeit kennen. Im
Zwiespalt leben die Freunde nebeneinander weiter, jeder
in seiner Welt, beide aber in der Hoffnung, eines Tages
wieder miteinander leben zu können. Das aber wird erst möglich,
als nach dramatischen Konflikten der Kriegszeit in Feld
und Heimat der Zusammenbruch des Faschismus dem deutschen
Volk und damit auch den beiden Freunden einen neuen
Anfang ermöglicht.
Aus dem Klappentext der Edition des Mitteldeutschen
Verlags Halle 1976
Aus der Nachbemerkung von
Gerd Noglik zum Roman Zwei
Freunde
in L. Welskopf-Henrich, Gesammelte Werke in
Einzelausgaben
herausgegeben von Gerd Noglik,
Mitteldeutscher Verlag Halle 1976, Bd. 2: 746ff
Habent sua fata libelli: Auch dieses Buch hat seine
Geschichte. Eine ungewöhnliche, eine einmalige.
Liselotte Welskopf-Henrich, während der Zeit des zweiten
Weltkrieges in einer dem faschistischen
Wirtschaftsministerium nachgeordneten Dienststelle
angestellt und in einem antifaschistischen Kreis illegal
tätig, begann 1940, den vorliegenden Roman
zu schreiben. Gewissermaßen in der Nachbarschaft der
Gestapo, wie in "Jan und Jutta" nachzulesen,
entstand auf 1253 kleinen Zetteln "in
jahrelanger nächtlicher Arbeit, mit der winzigen, für
einen Fremden kaum lesbaren Schrift" ein Buch,
zunächst mit Bleistift geschrieben, dann, als die Zeit
des Faschismus zum Gegenstand der Fabel wurde, nur noch
stenographiert. In Briefumschlägen verpackt, lag schließlich
im April 1943 der Roman mit dem damaligen Titel "Das
Büro" vor.
Ungewöhnlich also die Genesis des Romans,
ungewöhnlich auch, dass dieses Buch im
faschistischen Deutschland geschrieben wurde.
Einmalig aber, dass bereits im April 1943 beim
Abschluss der Arbeit - zeitlich zwar nicht genau
fixiert - vorausschauend ein Ausblick auf
Niederlage und Zusammenbruch des deutschen
Faschismus literarisch dargestellt war.
Das Anliegen der Autorin, mit
den entscheidenden Lebensjahren des jungen
Assessors Wichmann und dessen Freundschaft zu
Grevenhagen in einem kunstvollen Geflecht, das
erlebte Wirklichkeit herauskristallisiert, eine
Fabel aufzufächern, die historisch präzise
ein Stück deutscher Geschichte aus der
Zeit der Weimarer Republik und der Diktatur des
Faschismus umfasst, das Bestreben, Hintergründe
aufzuzeigen, das Spiel der Machtgruppen von Großgrundbesitzern
und Industriellen zu demaskieren und damit den
Hauptgestalten eine geschichtliche Entscheidung
abzufordern, brachte als Ergebnis den
großen Gesellschaftsroman, der hier vorliegt. |

Viel
diskutiert:
Der Roman Zwei Freunde. Schutzumschlag der
Ausgabe aus dem Mitteldeutschen Verlag Halle 1976,
entworfen von Hans-Joachim Schauß/ Gruppe 4 und
Heinz Handschick (Vignette)
|
(...) Last und Lust des
Schreibens, Selbstverständigung und Erkenntnis führten
nach der Niederschrift zu einem neuen Anfang: "Es
war nicht der Abschluss einer großen Arbeit, der sie in
diesem Augenblick bewegte. Sie fühlte den Abschluss
einer Lebensperiode, dem sie mit ihren Worten Ausdruck
gegeben hatte, und sie wunderte sich selbst, wie alt sie
sich trotz ihrer jungen Jahre fühlte. (...) Jutta nahm
innerlich Abschied von der Welt, in der sie bis jetzt
gelebt hatte, und wenn diese Welt sie auch noch umgab, so
war sie doch unwillkürlich geworden" ("Jan und
Jutta").
Die neue Lebensphase führte zu direkter
politischer Arbeit. Die Verbindung zu KZ-Häftlingen,
ihre immer weitere Kreise ziehende illegale Tätigkeit
verlangten ihre ganze Kraft. An literarische Arbeit war
nicht zu denken. Aber die Gefahr, dass die immer noch in
zahlreiche Briefumschläge verpackten Zettel mit dem
Romanmanuskript bei einer Haussuchung entdeckt
werden könnten, wuchs in dem Maße, in dem sie ihre
illegalen Unternehmungen ausdehnte.
Daher beschloss sie im Sommer 1943, als die Arbeitsgruppe
der KZ-Häftlinge verlegt wurde und zur Neuaufnahme der
Verbindungen ein zeitlicher Spielraum blieb, den
Aufenthalt in einer oberbayrischen Sommerfrische zu
benutzen, um das für sie gefährliche Manuskript
in Sicherheit zu bringen.
Aber auch auf dieser Fahrt bekam die Geschichte des
Buches einen dramatischen Akzent: Während eines kurzen
Zwischenaufenthaltes bei einem befreundeten Arztehepaar
im Bayrischen Wald wurde aus ganz anderen Gründen im
Haus der Gastgeber von der Gestapo eine Razzia
gemacht; nur das geistesgegenwärtige Auftreten Liselotte
Welskopf-Henrichs rettete das Manuskript vor dem
Zugriff der Faschisten.
Nachdem der Roman in Sicherheit gebracht worden und die
Schriftstellerin nach Berlin zurückgekehrt war, setzte
sie die politische Arbeit, den
Widerstandskampf gegen den Faschismus, fort. Und nach der
Zerschlagung des Hitlerregimes stellte sich Liselotte
Welskopf-Henrich mit ihren Erfahrungen und ihrem Wissen für
den Aufbau von Verwaltung und Wirtschaft in
Berlin zur Verfügung.
Als nach dem Chaos des Untergangs die Postverbindung von
Oberbayern nach Berlin wieder möglich wurde, kam das Romanmanuskript
wieder in die Hände der Autorin. Doch auch dann noch
einmal ein Eingriff in die Geschichte des Buches: Ein
Verleger, aus richtigem Gefühl für die richtige
Thematik einer neuen antifaschistischen Literatur, aber
sicher auch aus Unkenntnis des Inhalts des Romans "Zwei
Freunde" lehnte die Publikation des
Manuskripts mit der Bemerkung ab, man könne zu dieser
Zeit keinen "Beamtenroman" drucken.
Die kulturpolitisch gut gemeinte Ablehnung verhalf dem
Buch zu höherer Qualität: Liselotte Welskopf-Henrich schrieb
zunächst den Roman "Jan und Jutta",
der ihren Namen bald in die Liste unserer besten
Schriftsteller beförderte, und beschäftigte sich erst
danach, nun mit der vollen Erfahrung auch der letzten
beiden Kriegsjahre, noch einmal mit dem Manuskript des
Romans "Zwei Freunde".
(...) Künstlerisches Talent, wissenschaftliche Kenntnis
und ein tapferes Leben haben die beiden Romane
"Jan und Jutta" und "Zwei Freunde"
nicht nur zu Gesellschaftsromanen von historischer
Dimension, sondern auch zu einem Zeugnis für
einen großen Menschen geführt.
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Frau
Lustigkeit und ihre fünf Schelme
Erstausgabe:
Altberliner Verlag Lucie Groszer
Berlin 1958, 88 Seiten, farbiger Pappeinband 24x17
cm.
Mit zahlreichen vollfarbigen Bildern von Karl Fischer. Für
Kinder ab 8 Jahre. |
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Frau Lustigkeit und ihre fünf Schelme
Umschlaggestaltung
und Abbildungen im Text
von Karl Fischer |
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Die Söhne der Großen Bärin
Roman. Trilogie. Altberliner Verlag
Lucie Groszer Berlin 1962 - ?
Band 1 - Harka, der Sohn des Häuptlings 1962
Band 2 - Top
und Harry
Band 3 - Die
Söhne der Großen Bärin
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Titeleinband
einer Harka-Ausgabe aus dem
Kinderbuch-Verlag Berlin (DDR) 1967
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Zum Inhalt:
Band 1 - Um die Mitte des 19. Jhs. führte
die Bärenbande der Dakotas noch ein freies Leben
in der Prärie. Harka ist einer der mutigsten und
geschicktesten jungen Jäger. Das beweist er während
der Büffeljagd und beim Kampf mit einem Grizzly.
Als sein Vater, der Häuptling Mattotaupa, das
Geheimnis seines Stammes den Weißen verrät und
deshalb von der Bärenbande ausgestoßen wird,
begleitet ihn Harka. Die Handlung ist reich an
Abenteuern. Band 2 - Von den Weißen
werden die beiden verstoßenen Helden Top und
Harry genannt. Als Verbannte führen sie ein
gefahrvolles und unstetes Leben in der Wildnis,
weilen eine Zeitlang bei den Siksika, verdingen
sich als Kundschafter beim Bau der Pazifikbahn
und leben unter Abenteurern und Goldsuchern.
Harka muss schwere Prüfungen bestehen, ehe er
wieder von den Dakotas aufgenommen wird. Band
3 - Als 1877 die Dakotas von den Weißen
gezwungen werden, in Reservationen zu vegetieren,
empört sich der Stamm der "Großen Bärin"
dagegen. Unter Führung ihres klugen und mutigen
Häuptlings Tokei-ihto ziehen die "Söhne
der Großen Bärin" in äußerst mühseliger
und gefahrvoller Wanderung nach Kanada, wo sie
frei arbeiten und leben können. Die drei Bände
vermitteln ein historisch getreues Bild von dem
Ringen der Dakotas in jener Zeit.
Das Werk entstand in den Jahren zwischen 1951 und
1963. |
Die Söhne der Großen
Bärin
Roman. 6-bändige Ausgabe.
Altberliner Verlag Lucie Groszer Berlin 1962 und
1963.
Band 1 - Harka 1962
Band 2
- Der Weg in die Verbannung 1962
Band 3
- Die Höhle in den Schwarzen
Bergen 1963
Band 4
- Heimkehr zu den Dakota 1963 (oder bereits
1953?)
Band 5
- Der junge Häuptling 1953 (!)
Band 6
- Über den Missouri 1953 (!)
Vergleiche auch oben die einbändige Ausgabe Die
Söhne der Großen Bärin (1951). Die Bände
1 und 2 sind mit dem Titel "Harka" der
3-bändigen Ausgabe identisch, die Bände 3 und 4
mit dem Titel "Top und Harry" und die Bände
5 und 6 mit dem Titel "Der Häuptling".
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Rechts:
Schutzumschlag der 6-bändigen
Ausgabe (hier des 6. Bandes Über den Missouri) aus dem Altberliner
Verlag Lucie Groszer Berlin (DDR), 3. Auflage
1979, gestaltet von E.P. Berger und Ralf-Jürgen
Lehmann

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Links: Umschlaggestaltung von
Andreas Brexendorff zur 1993 vom Altberliner Verlag GmbH
Berlin hgg. Ausgabe, hier Band 4: Heimkehr zu den Dakota. |
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Das Blut des Adlers
Roman-Pentalogie.
Erstausgaben: Mitteldeutscher Verlag Halle/ Saale und
Leipzig 1966-1980. Die einzelnen Bände erlebten
zahlreiche Nachauflagen.
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Band 1 - Nacht über
der Prärie 1966
Band 2
- Licht über weißen Felsen
1967
Band 3
- Stein mit Hörnern 1968
Band 4
- Der siebenstufige Berg 1972
Band 5
- Das helle Gesicht 1980
links
Schutzumschlag des 2. Bandes, Licht über weißen
Felsen,
für den Buchklub 65 (1967), entworfen von H. und
J. Proft |
Vier Wochen nach
Abschluß des letzten Bandes, Das helle Gesicht,
verstarb Liselotte Welskopf-Henrich.
Im Mitteldeutschen Verlag Halle
erfuhren ihre Bücher bis zu ihrem Tod eine Gesamtauflage
von 1,2 Millionen Exemplaren.
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Liselotte Welskopf-Henrich,
Gesammelte Werke in Einzelausgaben
herausgegeben von Gerd Noglik,
Mitteldeutscher Verlag Halle und Leipzig 1975-1980. Die
einzelnen Bände erlebten zahlreiche Nachauflagen.
Jan und Jutta 1975
Zwei Freunde 2 Bände,
1976
Die Söhne der Großen Bärin
3 Bände, 1979/80
Erzählungen
Nacht über der Prärie
Licht über weißen Felsen 1978
Stein mit Hörnern 1978
Der siebenstufige Berg
Das helle Gesicht 1980 |
Schutzumschlag der 3-bändigen
Ausgabe "Die Söhne der Großen Bärin" (hier des 2.
Bandes Top und Harry) im Rahmen der
"Gesammelten Werke in Einzelausgaben". Der hier
abgebildete Schutzumschlag gehört zur 1982 erschienenen
Auflage und wurde samt der enthaltenen
s-w-Illustrationen von
Peter Nagengast gestaltet. |
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