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  Seit April 2005    Zuletzt aktualisiert am 06. Dezember 2018    Kontakt zur Redaktion


Dez. 2018 Bergsporthistoriker über die Emanzipation im Klettersport


Der bekannte sächsische Bergsporthistoriker Joachim Schindler hat in der Sächsischen Zeitung vom 5. Dezember 2018 einen Beitrag über die anfänglichen Hürden für Frauen im Bergsport und den langen Weg zur Gleichberechtigung im Fels berichtet. Sehr lesenswert. Der Bericht nach oben - to the top
Juni 2018 Podiumsgespräch in Dresden: Opfer ohne Lobby


Das Gräberfeld für die 136 ermordeten jungen Wehrmachtssoldaten auf dem Nordfriedhof in Dresden.
Foto (2013) nko


Blick ins Podium.
Foto Doritt Nikolaus

Unter dem Titel "Tote ohne Lobby? Die Ruhestätte für die Opfer der Wehrmachtsjustiz auf dem Dresdner Nordfriedhof" lud in Kooperation mit dem Dresdner Geschichtsverein e.V. der Verein "Denk Mal Fort!" zu einer Podiumsdiskussion ein. Neben Norbert Haase (Dresdner Historiker) und Wolfgang Oleschinski (Gedenkstättenleiter DIZ Torgau) saß auch René Senenko (Sprecher Bündnis Hamburger Deserteursdenkmal) mit im Podium. Die von Carola Ilian (Denkmalpflege / Stadtplanung Dresden) moderierte Gesprächsrunde, die vor rund 30 Besucherinnen und Besuchern im Stadtmuseum Dresden stattfand, sollte in die Thematik einführen. Da diese für Dresden neu ist, konnte es an diesem Abend nur um eine erste Sammlung von Informationen und Ideen zum Thema gehen. In der Diskussion kamen mehrere Besucher auch auf andere vernachlässigte Opfergruppen in Dresden (z.B. auf die russischen bzw. sowjetischen Zwangsarbeiter) zu sprechen. René Senenko schlug am Ende der Veranstaltung vor, in Dresdens Innenstadt einen Gedenkort für die hingerichteten Wehrmachtsdeserteure zu schaffen, der direkt Bezug nimmt zu den 136 Opfern auf dem Nordfriedhof. In Zeiten, da sich Deutschland immer mehr an militärischen Auslandseinsätzen beteiligt, könne dies auch ein friedenspolitisches Signal sein, sagte er. Bleibt zu hoffen, dass eine Dresdner Initiative sich dem Andenken an die Wehrmachtsdeserteure weiter annimmt.  nach oben - to the top
April 2018 Friedenswanderung Sächsische Schweiz 2018

Im Jahr 2014 hatte Rainer Böhme aus Sebnitz zur ersten Friedenswanderung in der Sächsischen Schweiz eingeladen. Der Erfolg seiner Initiative führte auch in den Folgejahren zu solchen Wanderungen, die in der Tradition der Ostermärsche stehen. Am 2. April führt die Friedenswanderung 2018 vom Bahnhof Bad Schandau über Ostrau zum Kurpark Bad Schandau, wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Friedensfest erwartet. Aufruf nach oben - to the top


März 2018 Gedenkwanderung.
Gelungenes Erinnern an die Opfer des KZ Hohnstein


 

 

Auf Einladung des Pirnaer Vereins AKuBiZ e.V. hatten am 10. März 2018 achtzig Menschen an einer Gedenkwanderung teil (andere Quellen berichten von knapp 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern), die in eine Gedenkveranstaltung an der VVN-Stele am Markt und in eine Begehung der Burg Hohnstein mündeten. Zum Schluss stellten Radebeuler Gymnasiasten ein Ausstellungsprojekt über die Burg vor. Dieses vom Veranstalter vorbereitete Programm sollte an das vor 85 Jahren errichtete KZ Hohnstein und an die Opfer dieser sächsischen Folterstätte erinnern.
Bernd und Christine Anger aus Pirna haben über diese gelungene Veranstaltung einen Bericht verfasst, den wir hier wiedergeben. Auch die Fotos in dem Bericht stammen von den beiden Autoren. Der Bildbericht
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Januar 2018 Nach 10 Jahren Forschung erschienen: Kompendium "NS-Terror und Verfolgung in Sachsen"



Brenner, Hans/ Heidrich, Wolfgang/ Müller, Klaus-Dieter/ Wendler, Dietmar (Hrsg.): NS-Terror und Verfolgung in Sachsen. Von den Frühen Konzentrationslagern bis zu den Todesmärschen. Sächsische Landeszentrale für politische Bildung, Dresden 2018, 624 Seiten, illustriert, 4 Faltkarten im Klappenumschlag. Bestellbar bei der Sächsischen Landeszentrale politische Bildung

Am 25. Januar wurde im Gebäude des Sächsischen Landtags ein besonderes, eben erschienenes Werk vorgestellt.
Als vor weit mehr als zehn Jahren die Sächsische Akademie der Wissenschaften daran ging, einen "Atlas zur Geschichte und Landeskunde von Sachsen" auf den Weg zu bringen, ließ sie dabei die Jahre 1933 bis 1945 unberücksichtigt. Dr. Hans Brenner aus Zschopau kritisierte damals diese Unterlassung. Er begann im Jahr 2007, mehrere Dutzend Heimatforscher, Geschichtspädagogen und Historiker aus ganz Sachsen um sich zu scharen, um diese Lücke zu füllen und brachte damit eine Unternehmen in Gang, das seinesgleichen sucht. Alle diese Mitarbeiter nahmen ihre einstigen Forschungen wieder auf, begaben sich in die Archive, werteten Literatur aus und legten aus der Fülle von Daten ein Kondensat vor, welches nun nach mehr als zehn Jahren unter dem Titel "NS-Terror und Verfolgung in Sachsen" bei der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung erschienen ist. Das erste Drittel des Bandes widmet sich der Verfolgung der NS-Gegner, der Juden, der Zeugen Jehovas, der Sinti & Roma, der Kranken und Behinderten. Dieser Komplex beruht vor allem auf der Auswertung von Literatur (auch aus DDR-Produktion), geht dabei aber weitaus differenzierter vor, als wir das von Veröffentlichungen neuerer Historiker zur Geschichte Sachsens kennen. Der Grund liegt auf der Hand: sie mussten und müssen sich nicht vor der Totalitarismusdoktrin verbeugen. Doch das eigentliche Herzstück des Opus ist die 325 Seiten umfassende Dokumentation über die Konzentrationslager in Sachsen. Dieser Abschnitt widmet sich zunächst den frühen und wilden KZs, geht hier - als Beispiel - auf die Sachsenburg näher ein. Die größte Mühe hat die Arbeitsgruppe um Dr. Brenner aber für Erforschung der späten Konzentrationslagern aus den Jahren des 2. Weltkrieges und ihrer Todesmärsche ("Evakuierungsmärsche") aufgewandt. Das war auch bitternötig, da über die zahlreichen Außenlager und die Häftlingsmärsche, die bei Kriegsende von diesen Lagern ausgingen, sehr unvollständige, fragmentarische, ja widersprechende Angaben vorlagen. In den letzten Kriegswochen kreuzten derart viele Todesmärsche das Land Sachsen, dass es nur einer größeren Forschungsgruppe in einem mehrjährigen Projekt gelingen konnte, hier einen Überblick zu schaffen. Das Arbeitsteam hat 99 Todesmärsche und Transporte ermittelt, die bis 1945 sächsisches Territorium tangierten. Eine tabellarische Übersicht erfasst deren Daten (Zahl der Häftlinge, Zeitraum, Quellen etc.). Eine Handvoll Todesmärsche wird in einem Kapital näher untersucht, erfreulicherweise auch das Außenlager Schwarzheide. Zahlreiche Übersichten erleichtern den Zugang zum Werk (Chronologie ["Zeitstrahl"]; Personen- und Ortsregister; Literatur; Liste der frühen KZs; Liste der Autorinnen und Autoren u.a.m.). Abbildungen sind eher rar. Vier sorgfältig erarbeitete Faltkarten im Klappenumschlag geben einen kartografischen Überblick über die frühen KZs und über die Standorte der späten Lager und die Routen der Todesmärsche und Transporte. Diese farbigen A3-Karten, die ursprünglich das Kernstück des Projekts werden sollten, sind nunmehr zur kleinen Beilage geraten, zumal vom geplanten Din-A2-Format Abstand genommen wurde. Für Leserinnen und Leser, die nicht den physischen Vorzug der Kurzsichtigkeit genießen, sind die vier Karten nur mittels einer Lupe zu gebrauchen. Besser noch man scanne sich die Karten ein und betrachte sie am Bildschirm. Noch einige Zeit lang dürften einige der Materialien ("Zeitstrahl"; Listen der KZ und Todesmärsche) sowie alle vier Faltkarten von der Internetseite der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung herunterladbar sein.
Dem bewundernswerten Durchhaltevermögen der ehrenamtlichen Heimatforscher und Historiker um Dr. Hans Brenner sei für dieses einmalige Nachschlage- und Lesewerk gedankt. Da Dr. Brenner, der nunmehr im 93. Lebensjahr steht, in der Einleitung des Buches schrieb, dass es sich bei dem Werk um ein "Zwischenergebnis" seiner Arbeitsgruppe handele, dürfen wir auf weitere Arbeiten seines Teams gespannt sein. René Senenko
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